Das persönliche Beziehungsgeflecht bildet in der Kommunistischen Partei die Basis für den Aufstieg in ein Spitzenamt. Wer es nach ganz oben schafft, war in vergangenen Jahrzehnten entweder Mitglied der Jugendliga oder ein Repräsentant von Geschäftsinteressen der Küstenregionen. Staatschef Xi ist es gelungen, beide Fraktionen zu schwächen und sein eigenes Imperium aufzubauen. Der Pfad zur Präsidentschaft auf Lebenszeit ist jedoch mit Gefahren gespickt.
Von Marcel Grzanna
Der Hafen von Shenzhen erlebt nach einem kleinen Corona-Ausbruch einen doppelten Stau: Drinnen stapeln sich die Waren, draußen liegen Frachter, die aufs Anlegen warten. Die Folgen für die Logistik sind bereits rund um den Globus zu spüren. Industriegüter kommen zu spät in den Zielmärkten an und die Preise steigen. Das Ifo-Institut schlägt derweil eine simple Gegenmaßnahme vor.
Von
Der "falsche" Titel einer akademischen Arbeit genügt beim beruflichen Online-Netzwerk LinkedIn, um das Profil eines Nutzers in China unsichtbar zu machen. Das Unternehmen verteidigt sich als nachdrücklicher Befürworter der Meinungsfreiheit, beugt sich aber dem Druck aus Peking. Der Fall eines schwedischen LinkedIn-Users zeigt, wie entschlossen die Volksrepublik versucht, unangenehmen Themen aus dem Diskurs zu verbannen.
Von Marcel Grzanna
Chinas Firmen sind bei der Euro 2020 so präsent wie noch nie bei einer Fußball-EM. Sie treten als offizielle Partner auf wie Alibaba – oder als Turniersponsor wie Tiktok. Der Werbeauftritt gibt den Firmen Sichtbarkeit für ihre globalen Geschäfte und unterstützt zugleich Chinas Ambitionen, einmal selbst eine Weltmeisterschaft auszurichten. Und da auch chinesische Fans gern nachts die Euro gucken, macht die Werbung auch für den Heimatmarkt Sinn.
Von Christiane Kuehl