Seit dem Ende des Getreideabkommens steht die ukrainische Getreidewirtschaft massiv unter Druck. Bei großen Weizenimporteuren im Nahen Osten und in Teilen Afrikas könnte Putin sich jetzt als Gönner präsentieren. Ob seine Rechnung aufgeht, ist bislang offen.
Von Henrike Schirmacher
Nach der Aufkündigung des Getreideabkommens durch Russland und die russische Drohung, Getreidefrachter als mögliche militärische Ziele zu betrachten, gibt es im Westen die Forderung nach Begleitung der Handelsschiffe durch Nato-Kriegsschiffe. Das allerdings ist schon völkerrechtlich ein Problem – und bringt die Allianz in die Nähe einer direkten Kriegsbeteiligung.
Von Thomas Wiegold
Die Kündigung des Getreideabkommens durch Russland löst in Afrika Angst vor steigenden Preisen aus. Südafrikas Präsident Ramaphosa schaltet sich in die Suche nach einer Lösung ein. Die Krise trifft Afrika an einer anderen, empfindlichen Stelle.
Von Andreas Sieren
Mit der Entscheidung, das Getreideabkommen mit der Ukraine auszusetzen, versetzt Putin Afrika einen schweren Schlag. Das Geschäft mit Weizen und Düngemitteln möchte er gerne selbst machen. Die Afrikaner stehen damit vor der Wahl: Hunger oder Partnerschaft mit dem Autokraten im Kreml. Table.Media sprach dazu mit Tobias Heidland, Direktor für Internationale Entwicklung am Kieler Institut für Weltwirtschaft.
Von Harald Prokosch
Die ärmeren Nationen hinken bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele stark hinterher. Einen Hauptgrund dafür sehen Experten in einer unfairen Finanz- und Steuerpolitik. Beim High-Level Political Forum in New York suchen Teilnehmende nach Lösungen – und hoffen auf private Investoren.
Von Redaktion Table