Womöglich ist das Problem der alternden chinesischen Bevölkerung gar nicht so dramatisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Im internationalen Vergleich steht China noch ganz gut da. Auch Länder, in denen das Problem der Alterung viel größer ist oder die sehr niedrige Geburtenraten haben, machen keinen sozial instabilen Eindruck. Die Vorteile von China: Das soziale Netz ist noch nicht sehr ausgeprägt. Die Verschuldung ist überschaubar und Peking hat noch nicht einmal damit begonnen, die Alterung der Gesellschaft über Einwanderung zu regulieren. Ein Systemkollaps ist also unwahrscheinlich.
Von Frank Sieren
Auch in China bemühen sich lokale und internationale Unternehmen darum, ihre Treibhausgasemissionen zu senken. BASF will hier Vorreiter sein und legt eine neue Fabrik vollständig auf die Verwendung von Ökostrom aus. Einfach ist das nicht. Doch das Unternehmen kooperiert mit der Provinzregierung Guangdong, um vom großen Anteil von Kohle in Chinas Strommix unabhängig zu werden.
Von Christiane Kuehl
US-Präsident Joe Biden will Bündnisse erneuern, die sein Vorgänger vernachlässigt oder bewusst zerstört hat. Im Indo-Pazifik ist das die "Quad", bestehend aus den USA, Japan, Australien und Indien. Ihr Ziel: ein Gegengewicht zu China zu schaffen. Manch einer träumt schon von einer asiatischen Nato. Peking reagiert mit scharfen Drohungen – und begeht erste Fehler.
Von Michael Radunski
Gut eine Woche vor dem Jahrestag der Niederschlagung der Tiananmen-Demonstrationen zieht der Staat in Hongkong die Zügel an. Mahnwachen für die Opfer sind verboten. Dabei gäbe es viel Grund für Proteste: Mit einer hochumstrittenen Wahlrechtsreform kommt die Angleichung der Systeme weiter voran – und verstärkt die Fluchtbewegung politisch interessierter Bewohner der Stadt nach Großbritannien.
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