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China

Aus eins mach drei - doch die Kontrolle bleibt

China droht eine demografische Krise. Die Menschen werden alt bevor sie wohlhabend sind. Nun lenken Pekings Machthaber ein und beschließen die Drei-Kind-Politik. Doch trotz Lockerung will man die Kontrolle nicht abgeben. Und die eigentlichen Probleme werden damit auch nicht gelöst.

Von Michael Radunski

Liu Wang-Hsin

CAI-Scheitern ist "verständlich und trotzdem bedauerlich"

Die Aussetzung der Ratifizierung des Investitionsabkommens CAI ist angesichts der diplomatischen Reibereien zwischen der EU und China zwar kein unerwarteter Schritt. Dennoch bedauert die Ökonomin Liu Wan-Hsin vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel das vorläufige Scheitern des Vertrags: Er hätte Deutschland viele Vorteile gebracht. Felix Lee sprach mit Liu.

Von Felix Lee

Vier Gründe, warum China die Überalterung meistern kann

Womöglich ist das Problem der alternden chinesischen Bevölkerung gar nicht so dramatisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Im internationalen Vergleich steht China noch ganz gut da. Auch Länder, in denen das Problem der Alterung viel größer ist oder die sehr niedrige Geburtenraten haben, machen keinen sozial instabilen Eindruck. Die Vorteile von China: Das soziale Netz ist noch nicht sehr ausgeprägt. Die Verschuldung ist überschaubar und Peking hat noch nicht einmal damit begonnen, die Alterung der Gesellschaft über Einwanderung zu regulieren. Ein Systemkollaps ist also unwahrscheinlich.

Von Frank Sieren