Die Regierung in Taipeh kauft neues Kriegsgerät und lässt sogar wieder eigene Systeme entwickeln. Die Entwicklung ist verständlich: Unter Xi Jinping gibt die Volksrepublik immer deutlichere Signale der Stärke ab. Zudem rüstet die Volksbefreiungsarmee ihrerseits auf. Doch was wie eine Eskalation wirkt, könnte auch einer eigenen austarierten Logik folgen.
Von
Benjamin Wahl, der China-Chef von Borussia Dortmund, spricht mit dem China.Table über die ganz besondere Fan-Kultur des BVB und wie sie sich nach Fernost übertragen lässt. Außerdem geht es um chinesische Spieler in der Bundesliga und die Chancen des chinesischen Fußballs zwischen Fünfjahresplan und Basisarbeit. Wahl meint: Erfolg im Fußball lässt sich (doch) nicht erkaufen. Das Gespräch führte Frank Sieren.
Von Frank Sieren
Der Lack blättert ab vom Glanz der marktwirtschaftlichen Reformen in China, weil sich Partei und Staat ständig willkürlich einmischen. Auch mit Pekings seit 40 Jahren verheißener Öffnungspolitik ist kein Staat zu machen. Das zeigte sich gerade wieder an der marginalen Zahl der in China ansässigen Ausländer. Vom neuen Zensus wurden 845.697 Ausländer im ganzen Land gezählt. Das sind umgerechnet nur 0,06 Prozent der Bevölkerung. Die angeblich globalisierte Volksrepublik ist mit ihrem Ausländeranteil das Schlusslicht unter allen großen Staaten der Welt.
Von